Hebräer-11b: Die Helden des Glaubens

Christus ist besser als der alte Bund

 

 

VERSE 20-22: GLAUBE, DER VORWÄRTS SCHAUT

Isaak (V. 20): Durch seinen Glauben bereitete er dem Herrn die Zukunft Israels vor.
Auf ihn wurde die Segnung seines Vaters (Abraham) übertragen (Gen 28,1-5). So segnete auch Isaak seine Söhne; Esau und Jakob (Gen 27,26-40). Aus der Geschichte wissen wir, dass Isaak bei der Segnung getäuscht wurde. Mit der Hilfe seiner Mutter (Rebekka) erschlich sich Jakob den Erstgeburtssegen seines Vaters. Esau, der sein Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht bereits an seinen Bruder verkauft hatte (Gen 25,29-34), musste nun die bittere Wahrheit akzeptieren. Der Herr enthüllte der Mutter (Rebekka) schon bei der Geburt, dass der Ältere dem Jüngeren dienen werde (Gen 25,19-23). Weil der Jüngere bei der Geburt die Ferse seines älteren Bruders hielt, wurde er Jakob genannt (d. h. Fersenhalter, Gen 25,24-28). Auch wenn es bei dem Erstgeburtsrecht nicht mit „rechten Dingen“ zuging, war es zweifellos Gottes Wille, dass Jakob der Nachkomme der messianischen Linie war. Vom menschlichen Standpunkt aus betrachtet müsste dies Esau sein, denn er war der ältere, stärkere und sportlichere von beiden. Doch Gott schaut nicht auf das, was Menschen schauen, sondern ER beurteilt nach dem Herzen (1Sam 16,7).

Am Anfang sah es aus, als ob die Nachkommen Esaus (Edomiter) mehr gesegnet waren. Später eroberten Saul und David die Edomiter und machten sie sich untertan (1Sam 14,47; 2Sam 8,14). Schliesslich eroberte Johannes Hyrkanos I., der während der Makkabäerzeit Israel regierte (135-104 v. Chr.), die Edomiter und zwang sie sich zu beschneiden und zum Judentum zu bekehren.

 

Jakob (V. 21): Durch seinen Glauben vertraute er in Gottes Zukunftspläne für sein Volk.
Am Anfang seines Lebens hatte er Mühe, dem Herrn zu vertrauen (Gen 25,26; 27,19). Doch dieser Vers reflektiert seinen herangewachsenen Glauben, kurz vor seinem Tod. Er adoptierte die Söhne Josefs und stellte sie vor seinen eigenen (Gen 48,5). Ruben, der Erstgeborene, hatte es mit seinem Vater verspielt (Gen 35,22; 37,29-34; 42,24). Auch Simeon und Levi erwiesen sich als schlechte Anführer ihrer Brüder (Gen 34,25.30). Nur Juda zeigte Charakter und war bereit, sein Leben hinzugeben für seinen jüngsten Bruder Benjamin (Gen 44,33). Damals war er mit seinen Brüdern in Ägypten und stand vor Josef, kurz bevor dieser sich ihnen zu erkennen gab. Deshalb wurde Juda zum Träger der messianischen Linie, aus der schliesslich Jesus Christus hervorging.

Jakob segnete Efraim und Manasse mit besonderem Mass, so dass sie zu Führern in Israel heranwuchsen (Gen 48,5-20). Dabei kreuzte er bei der Segnung seine Arme über den Köpfen, sodass der Jüngere (Efraim) gegenüber dem Älteren (Manasse) den Vorrang bekam (Gen 48,20b-22). Propheten bezeichneten manchmal die Nordstämme Efraim (Hos 11,1-3.8.9). Auch diese Segnung war Gottes Wille und deutete auf die Zukunft der einzelnen Stämme Israels hin (Gen 49).

Jakob betete den allmächtigen Gott an, der ihm erschienen war (Gen 48,3-4). Deshalb beugte er sich über die Spitze seines Stabes. Der Stab ist das Zeichen seiner Wanderschaft. Die Spitze des Stabes, der ihm hier auf Erden gedient hatte, zeigte nach oben, d. h. auf das Ziel seiner Wanderschaft.

 

Josef (V. 22): Durch seinen Glauben nahm er Anteil am Plan Gottes für sein Volk.
Er vertraute den Aussagen seines Vaters (Gen 48,3-4), der ihm Gottes Verheissung weitergab. Deshalb liess er seine Söhne schwören, dass seine Gebeine nach Kanaan gebracht werden sollten (Gen 50,24-25). So wurde sein Körper mumifiziert, für die Zeit des Exodus (Ex 13,19). Seine Gebeine wurden in Schechem begraben (Jos 24,32). Er bewies in allen seinen Lebensprüfungen grossen Glauben und deshalb heisst es: „Aber Gott war mit ihm“ (Apg 7,9-10). Er verbrachte fast sein ganzes Leben in Ägypten. Siebzehn Jahre jung war er, als er nach Ägypten kam. Doch Ägypten war nicht seine Heimat. Sein Vater erzählte ihm sehr wohl von einer bleibenden Wohnstätte. Deshalb wusste er, dass Ägypten nicht das Endziel für das Volk Gottes war (Gen 15,13-16).

Dieses Beispiel zeigt, dass der Glaube auf Dinge hofft, „die man nicht sieht“ (Hebr 11,1). Josef schaute im Glauben hin auf den grossen Tag des Auszugs (Ex 12). Er starb mit 110 Jahren (Gen 50,26), 1806 vor Christus. Der Exodus fand 360 Jahre später statt, 1446 vor Christus. Der Exodus bildet den Schwerpunkt in der jüdischen Geschichte (1Kor 10,1-2). Die Geschichte Josefs zeigt, dass Gott die grössten Niederlagen in einen Sieg verwandeln kann und die traurigsten Ereignisse zu einem Segen für viele Menschen!

 

Verse 23: Gläubige Eltern

Hier wird der Glaube von Moses Eltern hervorgehoben, die sich vor dem Befehl des Pharaos nicht fürchteten, sondern mutig widersetzten. Die Namen der Eltern waren Amram (Stamm Levi) und Jochebed (Ex 6,20). In 2. Mose wird der Glaube der Mutter Jochebeds hervorgehoben (Ex 2,1-10). Durch den Begriff „Eltern“ wird in unserem Text auch der Glaube des Vaters Amram betont. Es kann gut sein, dass Gott sich den Eltern von Mose offenbarte und ihnen dabei mitteilte, ihr Sohn werde einen göttlichen Auftrag in seinem Leben zu erfüllen haben. So jedenfalls bestätigt es uns der jüdische Geschichtsschreiber Josephus, der vorwiegend in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts nach Christus wirkte und sich bemühte, Israel möglichst im positiven Licht darzustellen. Laut Josephus hatte Amram eine nächtliche Gotteserscheinung.

Bestimmt hatten die Eltern als Hebräer von den Verheissungen Gottes an Abraham gehört und vom Befreier, den der Herr dem Volk senden werde. Fest entschlossen trotzten die Eltern dem Befehl des Königs (d. i. der Pharao), weil sie in ihrer Gottesfurcht dem Herrn mehr gehorchten als Menschen (Apg 5,29). Egal, was auch passieren würde und ob sie dafür sterben mussten. Sie setzten mutig alles daran, das Leben ihres neugeborenen Kindes zu retten.

In unserem Text sieht es aus als ob das Kind drei Monate lang vor dem Pharao und seinen Truppen versteckt wurde, weil es äusserlich so schön war. Josephus bestätigt das in seinem fünften Kapitel seiner Geschichtsschreibung. Es kann sich nicht bloss um eine äussere Schönheit handeln, sondern um das Zeichen göttlicher Erwählung, das die Eltern in ihrem Kind sahen (1Sam 9,2; 16,12). Ähnlich wie Gott Wohlgefallen gefunden hatte an seinem Sohn (Lk 3,22). Auch Mose war in Gottes Augen anmutig, angenehm (Apg 7,17-22). Asteios (ἀστεῖος) kann im Griechischen bedeuten: städtisch, urban, fein, schön, gebildet; witzig, zartfühlend.

Nach drei Monaten gaben die Eltern das Kind in Gottes Hand. Die Mutter flocht einen wasserfesten Korb „aus Papyrus und verklebte ihn mit Asphalt und Pech“ (Ex 2,3). Sie musste damit rechnen, dass der Wind den Korb ins offene Meer hinaus blies. Sie musste damit rechnen, dass die Truppen des Pharaos den Korb entdeckten und das Kind doch noch getötet wurde. Doch es kam alles ganz anders, weil Gottes Hand im Spiel war (Ex 3,9). Gegen Gottes Ratschluss kann man auch nicht mit tausend ersonnenen Listen ankämpfen. Gott fügte es so, dass die Tochter des Pharaos (Thermutis) und der Pharao selbst vom Kindlein angetan waren und es nicht töteten, trotz den warnenden prophetischen Stimmen im Land. Auch Mirijam, die Schwester Mose trug ihren Teil bei, indem sie der Tochter des Pharaos vorschlug, eine hebräische Amme zu rufen, die das Kind stillen konnte (Ex 2,7). Dieser unerschütterliche Glaube der Eltern Mose ist uns zum Vorbild geworden.

 

VERSE 24-29: DER GLAUBE MOSES

Mose (V. 24-28): Fünf Beweise für den Glauben Moses.

1.  Glaube, der sich weigert (V. 24)
Mose hätte als Prinz in einem wunderschönen Palast leben können. Vielleicht wäre ihm sogar noch die Herrschaftskrone gegeben worden. Tatsache ist, dass er in einer der grössten Nationen der damaligen Welt lebte. Er hätte es sich dort gut gehen lassen können. Er weigerte sich aber zum Leben im Luxus, weil er an Gott glaubte.

2.  Glaube, der sich entscheidet (V. 25)
Es ist leicht, sich von der Sünde betrügen zu lassen (Hebr 3,13). Mose hatte die Gelegenheit, die Ägypter oder die Israeliten zu führen. Mose hätte sagen können: „Als Josef nach Ägypten kam, erlebte er einen grossartigen Aufstieg im Haus des Pharaos und blieb im Land bis er starb. Dabei konnte er gleichzeitig auch Gott und seinem Volk dienen. Warum sollte ich nicht auch dasselbe tun?“ Mose sah genügend in Ägypten, seinem vergänglichen Reichtum und seinem unmoralischen Lebensstil. Doch mit unwiderruflichem Entscheid liess er seine Privilegien in Ägypten fallen und wählte die Schmach und Schande für das Volk Gottes zu ertragen.

3.  Glaube, der die Schmach Christi für grösseren Reichtum hält (V. 26)
Der Reichtum Ägyptens war weit bekannt in der Welt. 1922 wurde an einer Grabkammer sechs Jahre lang gegraben. Es blieb für 3500 Jahre unentdeckt und gut verschlossen. Der Inhalt des Grabes verrät den ungeheuren Reichtum des alten Ägyptens. Mose und der ausgegrabene Pharao lebten hundert Jahre auseinander. Die Erinnerung an diese beiden Männer könnte unterschiedlicher nicht sein. Das Grab Mose wurde nie gefunden und trotzdem gibt es bis heute kaum jemand, der noch nie etwas von ihm gehört hat. Das Leben dieses Pharaos zeigt wie vergänglich Ruhm und Reichtum ist. Das Leben, das Mose wählte, enthielt trotz Schmach, einen viel grösseren Reichtum. Obschon Mose Jesus noch nicht kannte, erduldete er die Schmach Christi, indem er dieselbe Schande über sich ergehen liess (Hebr 13,13). Bis zu einem gewissen Grad werden alle Gläubigen leiden in ihrer Nachfolge (2Tim 3,12). Paulus betrachtete sein früheres Leben ohne Christus als Verlust (Phil 3,7-10).

4.  Glaube, der seinen Blick auf die grosse Belohnung richtet (V. 26b und 27)
Mose entschied sich im Glauben für Gott und sein Volk, weil er auf die himmlische Belohnung schaute. Seine Entscheidung, das Haus des Pharaos zu verlassen, verstand niemand im Hof, so dass er dafür vermutlich noch gehänselt wurde. Es wäre, als ob wir als Sohn oder Tochter eines Milliardärs unseren eigenen Weg gehen würden, ohne von dem gesicherten und üppigen Leben im Reichtum zu profitieren. Wer möchte nicht schon ein Promi sein und VIP-Status haben? Wenn es jemand zum Erfolg und Reichtum gebracht hat, dann wird gesagt: „Der hat es geschafft.“ Viele wünschen sich reich und berühmt zu sein, doch für die Meisten bleibt es ein lebenslanger und unerfüllter Wunsch. Mose war reich und berühmt. Er besass alle Vorrechte, doch er gab sie auf, weil er im Glauben auf Gottes Himmelreich schaute. Wie weit sich Mose der Tragweite seiner Entscheidung bewusst war, wird hier nicht gesagt. Wir Menschen kennen unsere Zukunft nicht, doch der Herr führt uns. Gerade in Glaubensangelegenheiten wachsen wir immer tiefer in unsere Aufgabe hinein, die der Herr für uns vorgesehen hat, wie Mose.

Mose wuchs in seine verantwortungsvolle Aufgabe hinein, indem er zuerst einmal aus Ägypten nach Midian floh. Er fürchtete sich vor dem Pharao, weil er einen Ägypter erschlagen hatte (Ex 2,14-15). Vierzig Jahre alt war er, als er den Mord begangen hatte (Apg 7,23). Nach vierzig Jahren in der Wildnis, kam er gedemütigt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen zurück nach Ägypten (Ex 4,18-20; Apg 7,30). Da gab ihm der Herr den grossen Auftrag, zum neuen Pharao zu gehen und ihn zu bitten, Israel aus Ägypten wegziehen zu lassen (Ex 3,7-12). Der Herr gab Mose schrittweise immer grössere Verantwortung im Glauben. Zu Beginn wollte er noch nicht so richtig (Ex. 4). Doch dann wurde er jedes Mal mutiger, wenn er vor den Pharao trat (Ex 5,1; 7,16; 8,16; 9,1 usw.). Beim Auszug aus Ägypten hatte Mose keine Angst mehr vor dem Pharao und seinem ganzen Heer (Ex 14,13-14). (Mose verliess zwar Ägypten einst mit Furcht, aber beim Exodus ging er mit grossem Mut voran, worauf in Hebräer 11,27 Bezug genommen wird!) Mose hielt sich an den unsichtbaren Gott, als ob er ihn sehen würde, heisst es. Tatsache ist, dass Mose durch die Erfahrung mit dem brennenden Busch, Gott auf eine Art gesehen hatte (Ex 3,2-6); das heisst; er sah den Engel des Herrn. Der Herr offenbarte sich durch einen Engel. Es wird aber auch gesagt, dass Mose sein Angesicht verhüllte. Im Exodus wird die besondere Beziehung erwähnt, die Mose zu Gott hatte, der mit ihm „von Angesicht zu Angesicht“ redete (Ex 33,11; Num 12,7-8). Tatsache ist, dass Gott dem Mose nach seiner Berufung unzählige Male erschien, aber richtig gesehen, hatte Mose den Herrn nie (Joh 1,18). Mose kam dem Herrn näher, als jeder andere sterbliche Mensch, trotzdem durfte er nur den Abglanz der göttlichen Herrlichkeit sehen (Ex 33,20-23).

5.  Glaube, der gehorsam ist (V. 28-29)
Mose glaubte alles, was der Herr zu ihm redete, deshalb ordnete er dem Volk das Passa (=vorbeiziehen, vorübergehen) an. Dazu musste ein makelloses, männliches, einjähriges Lamm geschlachtet werden (Ex 12,5). Das Blut des Lammes mussten die Israeliten an die Türpfosten ihres Hauses streichen, als Zeichen für den Todesengel (Würgeengel), damit die Erstgeburt nicht getötet wurde (Ex 12,22-23). Damit wurde das jährliche Passafest für die Juden als ewige Ordnung eingeführt (Ex 12,24-28). Diese Ordnung galt bis zu Christus, der anstelle des Passalamms geschlachtet und gefeiert werden sollte (1Kor 5,7b; Hebr 8,6: das christliche Osterfest). Weil die Israeliten Mose glaubten, taten sie wie er ihnen anordnete. Sie schlachteten ein Lamm und strichen das Blut an die Türpfosten ihrer Häuser. Sie blieben die ganze Nacht in ihren Häusern und assen das Lamm. Während die Erstgeburt aller Ägypter sterben musste, blieben die Israeliten verschont.

Einschub: Siehe Ähnlichkeiten zwischen Mose und Jesus (siehe Exodus-10 & Schatten #8).

1. Mose: Lebensbedrohung bei der Geburt durch Pharao (Ex 1,22; 2,2)
Jesus: Lebensbedrohung bei der Geburt durch Herodes (Mt 2,16-18)

2. Mose: Fand Sicherheit in Ägypten (Ex 2,1-10)
Jesus: Seine Eltern flüchteten ins sichere Ägypten (Mt 2,13)

3. Mose: Fastete 40 Tage auf dem Berg Sinai als er den Bund Gottes niederschrieb (Ex 34,28)
Jesus: Fastete 40 Tage in der Wüste, um vom Teufel versucht zu werden (Mt 4,2)

4. Mose: Mose und Aaron bewirkten grosse Zeichen und Wunder, um ihre Gottesgesandtschaft zu beweisen (Ex 4,1-9.29-31)
Jesus: Jesus und die Apostel bewirkten grosse Zeichen und Wunder, um ihre Gottes-gesandtschaft zu beweisen (Joh 20,30; Mk 16,20; 2Kor 12,12; Hebr 2,3-4; Apg 5,12)

5. Mose: Erduldete zahlreiches Murren (Ex 14,11; 15,24; 16,2)
Jesus: Erduldete zahlreiches Murren (Mk 14,4; Lk 5,30; Joh 6,41)

6. Mose: Vollbrachte einige Wunder (Ex 7-12; 14,21; 15,25)
Jesus: Vollbrachte einige Wunder (Joh 20,30-31)

7. Mose: Hörte die Stimme Gottes aus dem Himmel (Ex 19,19)
Jesus: Hörte die Stimme Gottes aus dem Himmel (Mt 3,17)

8. Mose: Erschien nach seinem Tod andern Menschen (Mt 17,3)
Jesus: Erschien nach seinem Tod andern Menschen (Joh 20,19; Apg 9,5)

9. Mose: Speiste die Volksmenge (Ex 16,15)
Jesus: Speiste die Volksmenge (Mt 14,20-21)

10. Mose: War ein grosser Prophet Gottes (Ex 18,15)
Jesus: War ein grosser Prophet Gottes (Mt 23,37)

11. Mose: War anmutig in Gottes Augen (Ex 2,2; Apg 7,20)
Jesus: Fand Wohlgefallen in Gottes Augen (Mt 3,17)

 

Vers 29: Der Glaube der Israeliten.
Obschon der Glaube des Volkes Israel sehr schwach war (Ex 14,11-12), gingen sie trotzdem alle durch das Rote Meer hindurch und wurden gerettet (Ex 14,30). Sie gehorchten den Anweisungen Mose und wurden dafür belohnt. Die Ägypter hingegen sahen auf das Sichtbare und beugten sich nicht dem Willen Gottes. Deshalb kann gesagt werden: „Durch Glauben zogen die Israeliten durch das Rote Meer und wurden gerettet.“

 

Schlussfolgerung
Glauben heisst, mit der Wirklichkeit des unsichtbaren Gottes rechnen (V. 27). Auch wir werden belohnt von Gott, wenn wir am Glauben festhalten, d. h. wenn wir allem Weltlichen den Rücken zuwenden, wie Mose sich weigerte, einen zeitlich begrenzten Genuss von der Sünde zu haben, wenn wir uns entscheiden, für Gottes Gemeinde einzustehen und zu leiden, wenn wir die Schmach Christi für grösseren Reichtum erachten, als alle Schätze der Welt, wenn wir unsere Blicke auf die himmlische Belohnung richten, wenn wir gehorsam die Anleitungen Gottes durch sein Wort befolgen. Vieles ist bei den Menschen unmöglich und unglaublich, aber bei Gott nicht (Mk 10,27). Darum, lasst uns dem Herrn vertrauen und gehorchen in allem, was er uns gebietet, denn er führt auch uns zum ewigen Sieg (1Kor 15,57)!