Matthäus-12b: Konflikte

Jesus, der König

 

  

KAPITEL 12,32 – EINSCHUB: WIE KANN MAN GEGEN DEN HEILIGEN GEIST SÜNDIGEN?

Beispiele aus dem Alten Testament:

- Der verdorbene Sohn der Selomith (Lev 24,10-16).

- Die Israeliten, die gegen Gott murrten (Num 21,5-7; 1Kor 10,9).

- Davids Ehebruch gab den Feinden Anlass zur Lästerung (2Sam 12,14).

- Hiobs Frau riet seinem Ehegatten, er solle Gott fluchen (Hiob 2,9-10).

Beispiel aus dem Neuen Testament:

- Petrus verleugnete Jesus dreimal (Mt 26, 73-74).

- Ananias und Saphira haben den Heiligen Geist belogen (Apg 5,1-11).

- Saul verfolgte die Christen und zwang sie zu lästern (Apg 26,11).

- Hymenäus und Alexander, die im Glauben Schiffbruch erlitten (1Tim 1,20).

- Irrlehrer, die von sich behaupten Gott zu sein (2Thess 2,3-4).

- Durch falsche Propheten und Lehrer wird der Weg der Wahrheit gelästert (2Petr 2,1-3).

In unserem Text geht es um Lästerungen wieder den Heiligen Geist!

Apostelgeschichte 17,32-33:
Wer dem Wort Gottes widersteht, indem er nicht zuhören und lernen will, der ist halsstarrig und widerstrebt dem Heiligen Geist (Apg 7, 51-53). Wer sich spottend vom Wort Gottes abwendet, sündigt gegen den Heiligen Geist. In gleicher Weise haben sich die Juden gegen den Heiligen Geist versündigt, indem sie die Dämonenaustreibung satanischen Geistesmächten zuschrieben. Damit haben sie sich der schwersten Lästerung wider den Geist schuldig gemacht. Sie nannten den Heiligen Geist „Beelzebul“, den Herrn der Dämonen. Sie widerstrebten dem hlg. Geist ohne Busse zu tun (Hebr 3,7-19).

Jede Sünde kann vergeben werden solange jemand reuig wird!
Ist jedoch keine Reue da, sondern entsteht eine Verhärtung des Herzens, dann muss von Sünde gegen den Geist gesprochen werden (Mt 3, 7-9; 12, 34; 23, 33). Was Jesus hier sagte, bewahrheitet sich in den folgenden Beispielen:

- Saul war ein Lästerer und Verfolger (1Tim 1,13).

- Petrus verleugnete Jesus dreimal (Mt 26, 73-75).

- Judas hingegen bereute seine Sünde nicht im selben Sinne wie Petrus und Paulus, sondern er erhängte sich in seiner Verzweiflung (Mt 27, 3-10).

Was immer ein Mensch vor Gott getan hat; er darf immer wieder zu Gott zurückkehren (1Kor 3,17; Gal 1,13; 2Tim 2,18). Wir dürfen Gott für alles um Vergebung bitten, ihm aber nie den Rücken zukehren, indem wir aufgeben (siehe Paulus in 1Tim 1, 13).

Epheser 4,30-31: Wir können den Heiligen Geist betrüben und hindern!
Der Geist, der in uns wohnt, kann immer mehr in den Hintergrund gedrängt werden, bis er sich schliesslich ganz von uns zurückzieht. Der Geist und das Fleisch stehen miteinander im Krieg (Gal 5,16-17). Wenn wir die Werke des Fleisches ausüben, dann hindern wir den Geist in uns.

- Er wird gehindert, wenn wir der Bosheit freien Lauf lassen (V. 31).

- Wenn wir bitter, grimmig und zornig sind,

- wenn wir eine schlechte Laune - oder Gesinnung haben,

- wenn wir einander anschreien oder jemand lästern,

- wenn wir unseren Ehepartner respektlos behandeln, werden sogar unsere Gebete gehindert (1Petr 3,7).

- Er wird gehindert durch Drogen-, Tabletten- und Alkohol (Eph 5,18).

- Er wird in seiner Wirksamkeit gehindert, wenn wir uns in schlechter Gesellschaft aufhalten (1Kor 3,16-17; 6,12).

Laodicea war eine Gemeinde, die mit dem Glauben nicht ernst machte (Offb 3,14-22). Die Gläubigen waren dabei, den Geist auszulöschen (1Thess 5,19). Mit einer letzten Aufforderung warnte der heilige Geist die lauwarme Gemeinde, denn sie machte sich selbst etwas vor. Die Gläubigen waren arm und elend dran und dachten sie seien reich.

1. Johannes 5, 16-21: Was ist die Sünde zum Tode?
Die Sünde zum Tode ist wie die Sünde gegen den Heiligen Geist. In der Logik würde man aus dem Bibelvers folgende Formulierung anstellen:

- Gott vergibt uns jede Sünde, die wir bekennen (1Joh 1,9).

- Gott vergibt uns die Sünde zum Tode nicht (1Joh 5,16).

- Somit ist die Sünde zum Tode eine Sünde, die wir nicht bekennen.

Beispiel 1: Der Mann mit einer dünnen Schnur an einen Stuhl gebunden.

Beispiel 2: Der Mann im Boot, der auf einer Strömung, trotz Warntafeln, auf den Wasserfall zutreibt.

Genauso verhält es sich mit der Sünde zum Tode und mit der Sünde gegen den Heiligen Geist!

Gottes Kraft und Einfluss in uns kann immer mehr eingeschränkt werden, bis er seine Herrschaft über uns verliert. Gottes Geist ist ein kostbares Geschenk, mit dem wir sehr sorgsam umgehen sollen.

Wenn wir nach dem Geist wandeln, dann wird Satan von uns fliehen:

- Wenn wir uns Gottes Willen unterwerfen (Jak 4,7).

- Wenn wir den Herrn suchen und ihm uns nahen (1Kor 6,17).

- Bsp. Versuchung Jesu (Mt 4,11).

- Bsp. Gebet Jesu (Lk 22,43).

 

KAPITEL 12,33-37–EINSCHUB: DER GUTE UND DER SCHLECHTE BAUM

Warum erzählt Jesus das Gleichnis vom guten und vom schlechten Baum? Weil die Pharisäer hätten erkennen müssen, dass Jesus durch diese Austreibung der Dämonen, Gutes getan hatte. Doch sie klagten ihn an, dass er schlecht sei und mit der Macht des Teufels die Heilung vollbracht habe. Doch das Gleichnis von den beiden Bäumen erklärt deutlich, wer im Unrecht ist.

- Wenn ein Baum gesund ist, dann ist auch die Frucht gut.

- Die Frucht des Dienstes Jesu war gut, demzufolge konnte seine Quelle auch nicht vom Bösen sein.

- Ein fauler Baum hätte nicht eine solch wunderbare Frucht hervorgebracht!

Jesus klagt seine Gegner mit denselben Worten an: „Ihr Natterngezücht ...“

Jesus klagt die uneinsichtigen Juden heftig an: Ihr Schlangen: Mt 23,33. Der Teufel sündigte von Anfang an: Joh 8,44. Eine schreckliche Aussage, die Jesus hier machte. Die Judensöhne waren wie ihre Väter. Sie waren Nachkommen der Schlange, die der Frau nach der Ferse schnappen wird (Gen 3,15).

Deshalb ist die Axt bei den faulen Bäumen bereits angelegt, wie Johannes der Täufer voraussagte: Mt 3,7-10. Jeder Jude, der keine Frucht bringt und nicht Busse tut, wird wie ein fauler Baum umgehauen und ins Feuer geworfen. Das Gericht Gottes steht den Juden unmittelbar bevor.

Jesus warnte auch seine Jünger vor den falschen jüdischen Lehrern: Mt 7,15-21. Niemand kann sich mit Gewalt in das Himmelreich hineindrängen. Gott allein ist es, der anhand seiner Verheissungen und Gebote entscheidet, wer gerettet sein wird und wer nicht! Gott sieht in das Herz und erkennt die Früchte eines jeden Baumes!

Die Bosheit der Juden gegenüber dem Sohn Gottes zeigte sich in ihren bösen Worten.

Jesus warnt sie, dass sie für jedes böse Wort am Tag des Gerichts Rechenschaft geben müssen.

Was bedeutet dieser Abschnitt für uns?
An den Früchten kann man uns Menschen erkennen (Lk 6,43-45). Kein Feigenbaum kann Oliven hervorbringen: Jak 3,10-12. Deshalb sollen wir auf unsere Zunge achten, denn alles was wir reden offenbart unser Denken: Mt 15,18 (Spr 12,13; 13,3; 18,7; 21,23).

Wichtig ist, dass wir nicht nur unsere Zunge beherrschen lernen, sondern, dass wir unser bösartiges Herz verändern lassen durch Gottes Geist (Jer 17,5-10): Sprüche 4,23.

Gott kennt unser Herz und wird alles Verborgene vor sein Gericht bringen: Koh 12,14; 2Kor 5,10; Röm 2,16. Gottes Gericht ergeht über alle Gottlosen: Jud 14-15; Jes 3,11. Die bussfertigen Gläubigen werden jedoch nicht in ein Gericht kommen: Joh 5,24-29; Offb 20,11-12.

 

KAPITEL 12,38-42: DAS ZEICHEN DES JONA

Vers 38: Zeichen, die von Ungläubigen gefordert wurden.
Die Juden forderten immer wieder Zeichen: Mt 16,1-4; Joh. 2,18; 4,48; 6,28-33.

Auch Herodes wollte ein spektakuläres Zeichen sehen: Lk 23,8.

Die Juden forderten Zeichen und die Griechen fragten nach Weisheit: 1Kor 1,22. In der Vergangenheit hat Gott tatsächlich auf verschiedene Weise durch die Propheten zu seinem Volk geredet (Hebr 1,1), d. h. durch machtvolle Zeichen und Wunder aller Art: Hebr 2,4. Die Boten Gottes wiesen sich durch Zeichen und Wunder aus, siehe Mose vor dem Pharao. Daniels Träume usw. Es ist daher bis zu einem gewissen Grad verständlich, dass die Juden auf ein Zeichen Jesu warteten, mit dem er sich als Bote Gottes auswies.

Denn die Juden erwarteten, laut den Schriften, einen gewaltigen Messias, der die Welt regieren würde (Jes 9,6-7). Die Predigt eines gekreuzigten Christus am Kreuz, war für sie demütigend und skandalös (1Kor 1,23).

Die Griechen (Heiden miteinbezogen) hingegen, die nach einem philosophischen Schema suchten, konnten der einfachen Botschaft des Evangeliums nicht glauben.

In der heutigen Zeit sucht die ungläubige Welt in allem nach wissenschaftlichen Tatsachen, deshalb kann sie den übernatürlichen Wundern Jesu nicht glauben. Trotz aller Wunder, die Jesus gewirkt hatte, besassen die Schriftgelehrten und Pharisäer die Frechheit, ihn nach einem Zeichen zu fragen.

Was wollten denn die Juden bestätigt haben? – Ob Jesus der Sohn Gottes und der König des Reiches Gottes sei (Joh 18,33). Damit knüpften sie ihren Glauben an eine Bedingung, die Gott nicht gefällt. Denn der Glaube ist bedingungslos, wie Jesus schon dem ungläubigen Thomas zu verstehen gab: Joh 20,29, und wie Jesus im Gleichnis von Lazarus erklärte: Lk 16,31. Glaubte der Pharao, weil Mose grosse Zeichen vor ihm tat? Wenn die Juden nach so vielen Wundern noch nicht glauben wollten, wie konnten sie durch ein weiteres Wunder überzeugt werden?

 

Vers 39: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht fordert Zeichen.
Die Juden waren ein böses Geschlecht, weil sie absichtlich für Jesus blind waren und ihm nach dem Leben trachteten. Sie waren ein ehebrecherisches Geschlecht, weil sie geistlich ihrem Gott untreu geworden waren. Die Propheten klagten das Volk der Unzucht an: Jes 57,3 (Jer 3,1-2; Ez 16,15-16; Hos 1). Geistliche Unzucht = Götzendienst (1Joh 5,21). Gott wird sich ihrer Forderung (für ein Zeichen) nicht annehmen!

 

Vers 40: Das Zeichen des Jona.
Jona war drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches (Jona 2,1). Hier macht Jesus eine erste klare Prophezeiung auf seinen Tod, sein Begräbnis und seine Auferstehung! Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, was mit Jesus alles geschehen würde. Jesus machte noch weitere Aussagen auf seine bevorstehenden Leiden: Mt 16,21; 17,23; 27,40 (Joh 2,19); 27,63-64.

 

Verse 41-42: Jesus ist mehr als Jona und mehr als Salomo.
Paralellstelle lesen: Lukas 11,29-32. Wenn Jona die gottlosen Niniviten zur Busse und Umkehr veranlassen konnte, wie sehr müssten dann die Juden erkennen, dass sie Busse tun sollten? Denn Jesus ist grösser und überzeugender als Sohn Gottes mit seiner Botschaft!

Wenn die Königin von Saba wollte den grössten König der damaligen Welt kennenlernen wollte, wie viel mehr müssten die Juden beim noch viel grösseren König des Reiches Gottes Rat einholen?!

Sogar die gottlosen Niniviten als auch die Königin von Saba werden beim grossen Endgericht aufstehen, um die stolzen und uneinsichtigen Juden zu verurteilen. Denn sie hatten eine besondere Gnade, den allmächtigsten König von Gott gesandt vor sich zu haben und haben ihre Chance nicht genutzt (Joh 1,18).

 

KAPITEL 12,43-45: NOTWENDIGKEIT DER TOTALEN UMKEHR

Dieses Beispiel muss vermutlich dreidimensional betrachtet werden:

1. Als Gleichnis der jüdischen Geschichte.

2. Als Erläuterung zur Heilung des Besessenen.

3. Als Aufruf für uns zur totalen Umkehr.

Als Gleichnis der jüdischen Geschichte.
Dieses Beispiel erzählte Jesus vermutlich als Gleichnis zur Geschichte Israels und im prophetischen Sinn, wie es den Juden in Zukunft gehen wird: Mt 12,45b. Der Mann, aus dem der unreine Geist ausgefahren ist, symbolisiert das Judentum. Der unreine Geist steht für den Götzendienst, mit dem das Volk den Herrn Jahrhunderte lang gereizt hatte, bis es in die babylonische Gefangenschaft geriet.

- Drohendes Gericht über das gottlose Israel: Jer 2,10-12; 3,6-10; 6,22-26.

- Drei Wegführungen in die Gefangenschaft:

Erste Wegführung des Südreichs 606 v. Chr.

Einnahme Jerusalems 597 v. Chr.

Endgültige Zerstörung Jerusalems und Wegführung 586 v. Chr.

Die Rückführung (ab 538 v.Chr.) und der Wiederaufbau des Tempels durch Esra und Nehemia bedeutet Heilung von der Unreinheit:

- Die Wiederherstellung Israels symbolisiert das leere Haus, das gesäubert und geschmückt ist.

- Israel war bereit, den Hauseigentümer (J. Chr.) zu empfangen, doch die Juden verhindern es mit aller Macht.

Jesus prophezeit schlimme Zeiten für Israel, da es mit ihnen wie mit den unreinen Geistern steht, die mit voller Macht (= 7 Geister) zurückkehren und es am Ende schlimmer sein wird, als während der Gefangenschaft: Mt 23,38.

Jesus macht noch mehr Andeutungen auf den Untergang Israels (Mt 24). 70 n. Chr. traf alles ein und Israel verlor für fast 2000 Jahre sein Heimatland. Es stand also um das Volk schlimmer als in der babylonischen Gefangenschaft.

Als Erläuterung zur Heilung des Besessenen.
Auch dieser Abschnitt steht in engem Zusammenhang mit der Heilung des Besessenen. Jesus erklärt, dass es für den Geheilten von seiner Besessenheit wichtig ist, dass er sich nicht nur wascht und frisch kleidet, sondern sein Herz vom Heiligen Geist erfüllen lässt und ein verändertes Leben führt. Er muss nun sein Haus bewachen, damit die unreinen Geister nicht zurückkehren und eindringen können. Der unreine Geist ist zwar aus dem Menschen ausgefahren, aber er ist nicht vernichtet; er kann jederzeit wiederkommen.

Als Aufruf für uns zur totalen Umkehr.
Dieses Gleichnis beinhaltet eine grosse Lektion für uns! Nachdem wir das Evangelium gehört haben und gehorsam geworden sind in der Taufe, werden wir ermahnt unser Herz vor aller Unreinheit zu bewahren. Wie tun wir das?

Erste Reaktion: Dankbarkeit (Lk 17,11-19).

Zweitens: Entfernung vom alten Leben.

Das Böse in dieser Welt kann zwar durch Gottes Gnade zurückgedrängt und vertrieben werden, aber nicht gänzlich vernichtet, eliminiert. Der Zauberer Simon liess seine falschen Motive nicht ändern: Apg 8,13.20-24.

Das Böse liegt ständig auf der Lauer, um einen Gegenangriff vorzunehmen und verlorenes Gelände wiederzugewinnen. Wie z. B. im Fussball, die gefährlichen Konterangriffe. Auch wir sollen wachsam sein vor dem brüllenden Löwen: 1Petr 5,8-9.

Wer nicht wächst im Glauben, fällt wieder ab (Hebr 6,4-6; 10,26-31.39; 2Petr 2,20-22; 1Joh 2,19).

Ganz wichtig ist, dass wir freiwillig bereit sind, Gott zu dienen! Eine Religion, die aus lauter „Du sollst nicht“ besteht, ist zum Scheitern verurteilt: Röm 12,1-2.

Ein Alkoholiker, der mit seinem neuen Leben nichts neues anzufangen weiss, wird rückfällig. Satan wird in ein leeres Herz zurückkehren! Solange wir im Kopf immer noch wollen, aber nicht mehr dürfen, sind wir von der Sünde noch nicht geheilt: Hebr 1,9.

Das einfachste Mittel, das Unkraut im Garten zu beseitigen ist, Nützliches zu pflanzen!

= sündhafte, negative Gedanken durch gesundes Denken ersetzen (Mk 7,21).

= für Gott und die Gemeinde Gutes tun (1Kor 15,58).

= andern das Evangelium verkündigen (Mk 1,44-45).

Drittens: Erfüllung durch den Heiligen Geist. Wie geschieht das?

- Durch Hingabe und treue Nachfolgschaft als Jünger Jesu: Lk 18,43; 14,27.

- Durch das Lesen und Studieren der Heiligen Schrift (ob alleine oder mit Geschwistern) werden wir erfüllt mit dem Heiligen Geist (2Tim 3,15; 1Petr 2,1-2).

- Durch das Pflegen der persönlichen Beziehung zum Herrn im Gebet.

- Durch Anbetung (regelmässige Versammlungen: Joh 5,14 (Apg 2,46-47).

- Durch die ungezwungene Gemeinschaft mit Glaubensgeschwistern: Gal 6,6.

 

KAPITEL 12,46-50: WER ZUR FAMILIE JESU ZÄHLT

Jesus hatte offensichtlich noch andere Geschwister: Mt 13,55-56 (Gal 1,19). Es wird hier nicht gesagt, was der Grund und die Motivation des Besuchs war. Wir wissen nur, dass seine Brüder nicht an ihn glaubten (Joh 7,5). Die Geschwister fanden, ihr Bruder sei von Sinnen (Mk 3,20-21). Die Mutter Jesu jedoch glaubte (Lk 2,19; Joh 19,25).

Jesus lehrt, wer zur Familie des Reiches Gottes gehört:

- Wer sein Wort hört und bewahrt (Lk 11,28).

- Wir sind seine Freunde und Brüder (Joh 15,14; Hebr 2,11).

- Deshalb ist es wichtig, wie wir den Geschwistern Christi begegnen (Mt 25,40; 1Tim 5,1-2).

Diese Aussage Jesu war in den Ohren der Juden revolutionär, weil sie der Meinung waren, dass sie durch ihre Geburt ein Anrecht hätten zur Familie Gottes zu gehören.

- Jesus lehrt hier, dass es nicht um ein Geburtsrecht gehen kann.

- Jesus lehrt, dass es darum geht, wer den Willen Gottes tut.