Zeichen und Wunder
Wer ist so naiv und glaubt, dass es heute Zeichen und Wunder gibt, die von Gott vollbracht werden? Diese biblische Ausnahmezeit ist längst vorbei (1Kor 13,8-11). Es ist wie mit dem Bau eines Hauses: Um die Mauern aufzurichten, wird ein Gerüst benötigt. Ist das neue Haus bis zum Dach vollendet, wird das Gerüst abgebaut, da es unnötig geworden ist und schlecht aussieht. Genauso verhält es sich mit dem Evangelium Christi.
Wer an biblische Wunder in der heutigen Zeit glaubt, der muss auch mit vielen negativen Wundern rechnen. Viele biblischen Wunder hatten auch einen negativen Ausgang und waren meistens einmalige Ereignisse (Bsp. die zehn Plagen in Ex 7-11; Bileam, der von einem Esel belehrt wurde in Num 22; das Gottesurteil auf dem Karmel in 1Kön 18; Jona, der widerspenstige Missionar in Jon 2,1; Die Heuchelei von Ananias und Saphira in Apg 5; der ehrsüchtige Zauberer Simon in Apg 8,18-21 usw. usw.). Im biblischen Zeitalter waren übernatürliche Wunder und Zeichen kaum erstrebenswert, wie sie scheinbar heute für viele Menschen geworden sind. Vielmehr waren sie von allen gefürchtet. Niemals waren sie gemeinsam erbetene Forderungen, die an Massenveranstaltungen an Gott gerichtet wurden.
Im ersten Jahrhundert besassen die Gläubigen noch keine Bibel, wie wir sie heute kennen. Sie verstanden vieles nicht und konnten auch nicht auf inspirierte Schriften zurückgreifen. Sie waren auf direkte göttliche Eingaben angewiesen. Nachdem die inspirierten Bibelücher vollständig niedergeschrieben und im Umlauf waren, fielen die zusätzlichen göttlichen Eingaben durch Menschen weg. Der Glaube war "ein für allemal überliefert" (Judas 3) und brauchte keine weiteren Bezeugungen oder Ergänzungen (2Petr 1,3). Das Evangelium des Heils ist vollendet. Jeder kann selbst nachlesen, was die Apostel lehrten (1Joh 4,6). Es geht nur noch darum, dass wir uns an das überlieferte Wort Gottes halten und nichts hinzufügen oder weglassen, was geschrieben steht (Offb 22,18-19; 1Kor 4,6).
Galater 1,8-9: „Jedoch, selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas als Evangelium verkündigten, das dem widerspricht, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: Verflucht sei er! Wie wir schon früher gesagt haben, so sage ich jetzt aufs Neue: Wer euch etwas als Evangelium verkündigt, das dem, was ihr empfangen habt, widerspricht, sei verflucht!”
Paulus spricht hier vom Wunder einer Engelserscheinung. Selbst wenn ein Engel etwas anderes verkündigen würde, als das was das ursprüngliche Evangelium beinhaltet, so sei er verflucht. Es geht also um einen unveränderbaren Massstab (Gal 6,16).
Es gibt heute so viele Illusionen und Fakes. Die sogenannt christliche Szene hat sich das längst zu Nutze gemacht. Nur bibeluntreue Menschen glauben an diese von Menschen gemachten Illusionen, als ob sie von Gott kämen. Sie sind vielleicht eine gute Unterhaltung, mehr nicht. Auch in der Welt gibt es grossartige Künstler, die mit solchen Illusionen und Fakes ganze Stadien, samt TV, unterhalten.
Zaubertricks der heutigen Zeit