Bibel-04: Göttliche Offenbarung

Die Bibel – Gottes Wort

 

 

 

EINLEITUNG

Es herrscht in unserer heutigen Zeit die Meinung, dass es viele Wege gäbe, die zu Gott führen. Einige behaupten: „Wir wollen alle in den Himmel kommen, aber reisen auf verschiedenen Wegen zu unserem Ziel.”

Aus der Bibel erfahren wir jedoch etwas ganz anderes, wenn Jesus sagt (Joh 14,3): „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, es sei denn durch mich.”

Petrus und Johannes antworten dem Hohen Rat der Juden (Apg 4,12): „In keinem anderen ist das Heil; denn uns Menschen ist kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen.”

Durch leichtsinniges Denken meinen Menschen, dass es viele Wege zu Gott gibt. Es ist ein fataler Irrtum, Gottes Wege zu Menschen Wegen zu machen (Jes 55,8-9). Es gibt nur einen Heilsweg (Heilsplan) Gottes für uns Menschen, der vor Grundlegung der Welt genau geplant wurde (Eph 1,3). Gott plante von Anfang an das Kommen seines Sohnes für die Menschen (Joh 3,16) und die Gemeinde (Apg 20,35).

 

GÖTTLICHE INSPIRATION DER BIBEL

Die vielleicht wichtigste Frage unserer Zeit ist, ob die Bibel allein von Menschenhand stammt oder ob sie göttlich inspiriert wurde. Es gibt religiöse Menschen, die glauben, dass die Bibel von Gott inspiriert ist. Dennoch sind sie der Meinung, dass sie Fehler und Widersprüche enthält. Sie sind der Meinung, dass die Bibel zwar in ihrer grundlegenden Botschaft, die unsere Erlösung betrifft, unfehlbar ist, aber in Einzelheiten Fehler enthält.

Wenn die Bibel aus Mythen und Legenden entstand, dann verdient sie nicht mehr unsere Beachtung, als irgendeine andere antike Literatur. Eine menschengemachte Bibel hat keine Vollmacht und keine Berechtigung, unser Leben zu bestimmen.

Stammt die Bibel hingegen von dem einen wahren und lebendigen Gott, der sich uns Menschen mitteilt, dann besitzt sie eine göttliche Autorität über uns, die bindend für uns ist.

Die Bibel beansprucht göttliche Inspiration. Im Alten Testament werden über 3800-mal Ausdrücke wie „der Herr spricht“, „so spricht der Herr“, „Spruch des Herrn“, „und Gott sprach …” verwendet. Mose empfing von Gott die Weisung, die Gebote in ein Buch zu schreiben (Ex 17,14; 34,27; Num 33,2).

David sagte (2Sam 23,2): „Der Geist des Herrn spricht durch mich, und auf meiner Zunge ist sein Wort“ (siehe auch Mt 22,43-44).

Der Psalmist als auch Jesus bezeichneten das Gesetz als „Wort Gottes“ (Ps 119,9; Mt 15,6).

Der Herr sprach zu Jesaja (51,16): „In deinen Mund habe ich meine Worte gelegt.”

Der Herr sprach zu Jeremia (Jer 1,7.9): „Sag nicht: Ich bin noch jung. Wohin ich dich auch sende, dahin wirst du gehen, und was immer ich dir gebiete, das wirst du sagen. Dann streckte der HERR seine Hand aus und berührte meinen Mund, und der HERR sprach zu mir: Sieh, ich lege meine Worte in deinen Mund” (siehe auch Jer 15,19; 26,2; 36,2).

Gott gab auch den Propheten seinen Geist, um das Volk zur „Einsicht zu bringen“ (Neh 9,20).

 

ZEUGNISSE DER GÖTTLICHEN INSPIRATION

Während im Alten Testament menschliche Autoren von Gott sprachen, werden ihre Worte im Neuen Testament als Worte Gottes bezeugt. Petrus bezeugt in der Apg 4,24, dass David in Psalm 2,1-2 durch den Heiligen Geist sprach. Der Schreiber des Hebräerbriefes zitiert Worte Gottes (Hebr 1,8.10-12), die von den Söhnen Korachs (Ps 45,7-8) und anderen Autoren niedergeschrieben wurden (Ps 102,26-28). In Hebräer 3,7 wird Psalm 95,7 zitiert mit Worten, die der Heilige Geist sprach. Matthäus bezeugt (Mt 1,23), dass der Herr durch den Propheten Jesaja sprach (Jes 7,14). Matthäus bezeugt (Mt 2,15), dass der Herr durch den Propheten Hosea sprach (Hos 11,1).

Als Paulus einsehen musste, dass die Juden das Evangelium nicht annehmen wollten, erkannte er, dass der Heilige Geist zutreffend durch den Propheten Jesaja dies voraussagte (Jes 6,9-10; Apg 28,26-27).

Die Schreiber des Neuen Testaments bestätigen also, dass die Lehre des Alten Testaments von Gott kam.

Auch Jesus bezeugt im Neuen Testament, dass seine Worte von Gott stammen (Joh 7,16-17):

„Meine Lehre stammt nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. Wer seinen Willen tun will, wird erkennen, ob diese Lehre aus Gott ist oder ob ich von mir aus rede. Wer von sich aus redet, sucht die eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist glaubwürdig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm.”

Weiter bezeugt Jesus, dass er nicht aus sich aus redet, sondern das, was ihm von seinem Vater aufgetragen wurde (Joh 12,49-50). Er versprach seinen Aposteln, dass der Heilige Geist sie lehren werde, was sie den Obrigkeiten zu ihrer Verteidigung antworten sollen (Lk 12,11-12). Er versprach seinen Aposteln den Heiligen Geist Gottes,

der sie an Jesu Worte erinnern würde (Joh 14,26);

der sie in die ganze Wahrheit leiten würde (Joh 16,13).

Paulus argumentiert in seinen Briefen an die Gemeinden, dass das, was er ihnen schreibe, des Herrn Gebot ist (1Kor 14,37). Er dankt Gott für die Gläubigen in Thessalonich, weil sie das verkündigte Wort nicht als Menschenwort aufgenommen haben, sondern als das, was es ist, nämlich; das Wort Gottes (1Thess 2,13). Er bezeugt, dass er samt den zwölf Aposteln den Geist von Gott empfingen (1Kor 2,10-13).

 

VERTRAUEN IN DIE GÖTTLICHE INSPIRATION

Es würde wenig Sinn machen, die Bibel zu lesen und nach den Anweisungen zu handeln, wenn sie nicht von Gott inspiriert wurde (1Tim 3,16-17). Unser ganzer Glaube und unser Vertrauen beruhen auf der göttlichen Inspiration der Heiligen Schriften. Wenn wir den Heiligen Schriften nicht vertrauen können, dass sie uns die Wahrheit über das Leben, den Tod und die Auferstehung unseres Herrn Jesus gibt, dann ist unser Glaube wertlos und wir stehen noch in unseren Sünden (1Kor 15,12-19). In einem solchen Fall sind wir sogar falsche Zeugen, wenn wir das Evangelium von Jesus verkündigen. Dann ist unser Glaube leer und wir sind bedauernswerter als die übrigen Menschen, die dem Evangelium von Anfang an nicht vertrauten.

Wenn die Bibel aber von Gott stammt und uns korrekt überliefert wurde, dann können wir jedem Buch, jedem Kapitel, jedem Vers und jedem Buchstaben vertrauen (Mt 5,18). Dann sind alle Verheissungen Gottes wahr und werden ausnahmslos erfüllt. Dann sind Gottes Gebote für uns verbindlich und gelten als Anleitung für unser Leben. Je mehr wir von der göttlich inspirierten Bibel überzeugt sind, desto mehr werden wir unser Leben danach ausrichten und auf Gott vertrauen.

Die Bibel enthält Gottes Worte, durch die wir uns unsere Familien gerettet werden können (Apg 11,14). Alles, was uns in der Bibel über Jesus aufgeschrieben wurde, dient dazu, dass wir glauben und ewiges Leben haben (Joh 20,30-31). Unser Glaube wächst allein durch das Wort Gottes (Röm 10,17). Denn das Evangelium ist die Kraft Gottes, die alle Menschen von ihren Sünden retten kann (Röm 1,16; 1Petr 1,22). Allein durch das Wort des lebendigen Gottes können wir wiedergeboren werden zum unvergänglichen Leben in Christus (1Petr 1,23-25).

 

Konsequenzen der göttlichen Inspiration

Weil die Bibel von Gott ist, darf sie niemals verändert oder ausgetauscht werden. Jeder, der ein anderes Evangelium predigt, wird verflucht werden (Gal 1,6-9). Jeder, der etwas von Gottes Wort hinzufügt oder wegnimmt, wird keinen Anteil am Baum des Lebens haben (Offb 22,18-19). Das gilt nicht nur für die Offenbarung, sondern für alle sechsundsechzig Bücher, die göttlich inspiriert wurden. Gott ist allmächtig und allwissend und kein Mensch hat das Recht, etwas von seinem geoffenbarten Willen zu verändern.

Die Bibel ist die göttliche Offenbarung des vollkommenen Gottes und übersteigt sämtliche menschlichen Weisheiten (Röm 11,33-36). Denn die Torheit Gottes ist weiser als die Menschen und die Schwachheit Gottes stärker als sie (1Kor 1,25).

Weil die Bibel von Gott kommt, ist es ratsam für jeden Menschen, diese Worte nicht nur zu hören, sondern sie auch zu befolgen (Mt 7,24-27). Nur wer Jesu Worte hört und befolgt, erweist sich als wahrer Jünger (Joh 8,31). Denn das Wort, dass Jesus gesprochen hat wird uns Menschen richten am jüngsten Tag (Joh 12,48).

Die Bibel enthält Gottes vollkommene Weisheit, auf die wir uns verlassen können (Tit 1,2) und die wir uns besser zu Herzen nehmen. Gottes Wort ist Wahrheit und die Wahrheit wird uns frei machen (Joh 8,32; 17,17). Jesus sagte, dass die Schrift nicht aufgehoben werden kann (Joh 10,35). Er glaubte selbst an die Schrift und hielt sich auch daran (Mt 4,4.7.10; Joh 8,46). Gottes Wort hatte bleibende Kraft in seinem Leben. Wer sich seiner Worte schämt, dessen wird sich auch der Sohn schämen, wenn er in seiner Herrlichkeit kommen wird (Lk 9,26). Jeder, der über die Lehre Jesu hinausgeht, der hat Gott nicht und wer an seiner Lehre festhält, der hat den Vater und den Sohn (2Joh 9).

Das Wort Gottes ist die vollkommene göttliche Offenbarung an die ganze Menschheit, die niemals auf die leichte Schulter genommen werden darf. Niemand kann sich den Anweisungen des einzig lebendigen Gottes entziehen. Gottes Gebote gelten für alle Menschen in allen Generationen. Jeder, der Gottes Willen tun will, wird erkennen, ob diese Lehre der Bibel von Gott kommt oder nicht (Joh 7,17).

 

Schlussfolgerungen

Es kann keinen grösseren Trost in unserem Leben geben als die Gewissheit, dass es eine unveränderliche Botschaft Gottes gibt, die voller Wahrheit und Verheissungen ist. Wir können wissen, dass unsere Sünden vergeben sind, dass wir ein Zuhause im Himmel haben und dass Gott unsere Gebete erhört, weil das Wort Gottes diese Dinge verspricht. Wir können erfahren, wer und was Gott ist, weil das Wort Gottes ihn uns in Christus offenbart. Wir können Vertrauen in die Zukunft haben, weil der Gott der Zukunft uns seinen Willen in der Bibel offenbart hat.

Wenn Jesus seine Liebe zum Vater dadurch bewiesen hat, dass er seine Gebote hielt, dann sollten auch wir unsere Liebe zu ihm dadurch zeigen, dass wir uns standhaft zu seinem Weg bekennen und uns so als seine Jünger erweisen (Joh 15,8-10).

 

 

Link

– Grundlagen-01: Die Bibel als Offenbarung Gottes