Wesen Gottes
Einleitung
Es gibt unzählige Menschen, die von anderen Menschen enttäuscht wurden. Das Leben hält viele Herzschmerzen und Enttäuschung bereit. Weil das so ist, haben viele Menschen das Vertrauen in Andere verloren.
Wie kann das Vertrauen in eine Person aufgebaut werden?
1. Wenn eine Person die Wahrheit sagt?
2. Wenn eine Person zu uns steht und recht handelt.
3. Wenn eine Person zuverlässig und verlässlich ist.
Genau diese drei Eigenschaften besitzt der allmächtige Gott, der uns in der Bibel präsentiert wird.
1. Gott ist heilig, d. h. er lügt nicht.
2. Gott ist gerecht, d. h. er steht uns bei und handelt immer richtig.
3. Gott ist treu, d. h. er ist immer zuverlässig und verlässlich.
Gott ist heilig
In Jesaja 6 rufen Engel einander zu (Jes 6,3; EÜ): „Und einer rief dem anderen zu und sagte: Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen. Erfüllt ist die ganze Erde von seiner Herrlichkeit.” Der griechische Begriff für heilig (ἅγιος) bedeutet geweiht oder abgesondert. Gott sondert sich ab von allem, was er geschaffen hat und von allem, was unrein und sündhaft ist.
Gottes Heiligkeit trennt ihn von seiner Schöpfung (Ps 99).
Ps 99,2: „Gross ist der HERR in Zion und erhaben über alle Völker.”
Ps 99,5: „Erhebt den HERRN, unseren Gott, und werft euch nieder vor dem Schemel seiner Füsse, heilig ist er.”
Ps 99,9: „Erhebt den HERRN, unseren Gott, und werft euch nieder vor seinem heiligen Berg, denn heilig ist der HERR, unser Gott.”
In diesen Versen kommt Gottes einzigartiges und überragendes Wesen zum Ausdruck. Unsere Reaktion darauf ruft nach der Unterordnung und Anbetung Gottes.
Gott schaut von seiner heiligen Wohnung im Himmel herunter auf uns Menschen (Dtn 26,15). Der allmächtige Schöpfergott lebt abgesondert von seinen Geschöpfen. Der Herr ist in nichts eingeschränkt wie wir Menschen. Gott ist heilig und vollkommen rein von jeglicher Sünde (1Joh 1,5).
Deshalb fordert Gott von seinen Geschöpfen, dass auch sie heilig sind und sich absondern von der Lust der Welt (1Petr 1,15-16). Nur wer reine Hände und ein lauteres Herz hat, darf sich Gott nahen (Ps 24,3-4). Nur wer sich mit ganzer Kraft um ein geheiligtes Leben bemüht, darf einmal Gott schauen (Hebr 12,14). Wir sind aufgerufen, uns in der Furcht Gottes abzusondern von der Sünde der Welt (2Kor 6,14-7,1).
Können wir Gott vertrauen, dass er tatsächlich all unsere Sünden vergibt?
Weil Gott nicht lügen kann (Hebr 6,18), ist das das Fundament seiner Vertrauenswürdigkeit. Gott hat einen Bund mit uns Menschen geschlossen, den er niemals brechen würde (Ps 89,34-37; Hebr 13,20). Gottes heiliges Wesen garantiert uns, dass er vertrauenswürdig ist!
Gott ist gerecht
Wenn wir glauben, dass Gott gerecht ist, dann können wir ihm auch in allem völlig vertrauen. Von der Bibel lernen wir, dass Gott immer gerecht handelt. Um dem Herrn zu vertrauen, sind Gerechtigkeit und Fairness unverzichtbar.
Als Gott über Sodom und Gomorra das Gericht beschlossen hatte, offenbarte er dies seinem Diener Abraham (Gen 18). Als Abraham Gottes Pläne hörte, forderte er den Herrn heraus, indem er ihn fragte (Gen 18,23; NGÜ): „Willst du wirklich zusammen mit den Gottlosen auch die vernichten, die nach deinem Willen leben?” Der Herr zeigte Abraham seine Gerechtigkeit, indem er mit sich verhandeln liess. Er liess es zu, dass Abraham ihm entgegnen konnte, ob er auch bei fünfzig Gerechten beide Städte vernichten werde. Abrahams Fürbitte um die Bewohner beider Städte ging hinunter bis auf zehn Personen. Als wüsste der Herr nicht, wie viele Gerechte es noch in diesen beiden Städten gäbe, liess er sich auf Abrahams Fürbitte ein und versprach ihm, die Städte nicht zu vernichten, wenn es nur zehn Gerechte darin gäbe. Doch offenbar war auch diese Zahl viel zu hoch!
Im folgenden Kapitel lesen wir schliesslich, dass Abraham zur Flucht aus der Stadt gedrängt werden musste, weil das Strafgericht nahe war (Gen 19,15). Als Abraham zögerte, packten die Boten ihn und seine Frau, samt seinen beiden Töchtern bei der Hand und führten sie zur Stadt hinaus. Am Ende waren es nur noch 3 Personen, die dem Untergang entkamen, denn Lots Frau schaute wehmütig zurück, sodass sie zur Salzsäule wurde (Gen 19,21). Gott ist gerecht und wird keinen einzigen Gläubigen in seinem Strafgericht opfern.
Die Psalmen sind eine riesengrosse Ermutigung und bestätigen uns Gottes Gerechtigkeit immer wieder neu (NGÜ):
Ps 11,7: „Denn der HERR ist gerecht, und er liebt gerechtes Handeln. Wer aufrichtig ist, wird sein Angesicht sehen.”
Es käme dem Herrn niemals in den Sinn, einen Menschen für sein Unrecht ungestraft zu lassen, während er einen anderen für dasselbe Unrecht bestraft. Gott ist nicht parteiisch und handelt nicht ungerecht oder willkürlich. Bei Gott gibt es kein Ansehen der Person (1Sam 16,7; 1Petr 1,17; Apg 10,34; Röm 2,11; Eph 6,9; Kol 3,25; Gal 2,6).
Ps 119,137: „Du, HERR, bist ein gerechter Gott, deine Urteile sind richtig und gut.”
Weil der Herr gerecht richtet, fallen seine Urteile weder zu mild noch zu hart aus. Massvoll bestraft er alles, was böse ist.
Ps 145,17: „Der HERR ist gerecht in all seinem Handeln und gütig in all seinen Taten.”
Gott ist ein guter und gütiger Gott, der sich den Einsichtigen erbarmt. Der Herr kennt die Gedanken und Einstellungen seiner Geschöpfe ganz genau.
Ps 19,8: „Das Gesetz des HERRN ist vollkommen, es stärkt und erfrischt die Seele. Was der HERR in seinem Wort bezeugt, darauf kann man sich verlassen, auch einem Unerfahrenen wird dadurch Weisheit geschenkt.”
Gottes Gesetze sind eine grosse Lebenshilfe und führen jeden zum Erfolg, der sich daranhält. Mit seiner Gesetzgebung informiert er die Menschen frühzeitig und lässt ihnen anschliessend ihren freien Willen.
Ps 45,7: „Dein Thron, göttlicher Herrscher, hat für immer Bestand; das Zepter in deiner Hand ist Zeichen für deine gerechte Herrschaft.”
Im Gegensatz zur diktatorischen und unterdrückenden Herrschaft eines menschlichen Herrschers, geht es Gott immer um unser Wohl und unser Heil. Mit seinem Herrscherstab tröstet und führt er uns sanft und sicher (Ps 23,4).
Ps 89,14: „Dein Arm ist kraftvoll, stark ist deine Hand, siegreich erhoben deine Rechte.”
Gottes Herrschaft ist weit erhaben über alles und allen. Gottes Herrschaft wird nie untergehen.
Der allmächtige Gott hält all seine Versprechen!
Esr 9,15: „HERR, du Gott Israels, du bist gerecht! Wir sind ein Überrest, der deine Strafe gerade noch einmal überlebt hat, und nun müssen wir uns erneut schuldig bekennen! Mit diesem Verhalten können wir vor dir nicht bestehen.«”
Ps 50,5-6: „Er sagt: »Versammelt vor mir alle, die mir treu ergeben sind, alle, die mir ihre Opfer dargebracht und dabei den Bund mit mir geschlossen haben.« Der ganze Himmel verkündet, dass Gott gerecht ist, er selbst hat den Platz des Richters eingenommen.”
Dan 9,14: „Und so war der HERR auf das Unheil bedacht und liess es über uns kommen, denn der HERR, unser Gott, ist gerecht in allen seinen Taten, die er vollbringt. Wir aber haben nicht auf seine Stimme gehört.”
Röm 12,19: „Rächt euch nicht selbst, liebe Freunde, sondern überlasst die Rache dem Zorn Gottes. Denn es heisst in der Schrift: » Das Unrecht zu rächen ist meine Sache, sagt der Herr; ich werde Vergeltung üben.«”
Offb 15,3-4: „Sie sangen das Lied des Lammes, jenes Lied, das schon Mose, der Diener Gottes, gesungen hatte: »Gross und wunderbar sind deine Werke, Herr, du allmächtiger Gott! Gerecht und gut sind deine Wege, du König der Völker.” Wer sollte sich dir nicht in Ehrfurcht unterstellen, Herr? Wer sollte deinen Namen nicht ehren? Denn du allein bist heilig! Ja, alle Völker werden kommen und vor dir niederfallen, um dich anzubeten. Denn dein gerechtes Tun ist für alle sichtbar geworden.«”
Offb 16,5-6: „Als das Lamm das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte der lebendigen Wesen rufen: »Komm!« Diesmal sah ich ein schwarzes Pferd, dessen Reiter eine Waage in der Hand hielt. Und eine Stimme, die von dort zu kommen schien, wo die vier lebendigen Wesen waren, hörte ich rufen: »Ein Kilo Weizen zu einem vollen Tageslohn! Drei Kilo Gerste zu einem vollen Tageslohn! Aber Öl und Wein darfst du nicht knapp werden lassen!”
Der allmächtige Gott wird uns vergeben, weil er es versprochen hat!
1Petr 3,18: „Christus selbst hat ja ebenfalls gelitten, als er, der Gerechte, für die Schuldigen starb. Er hat mit seinem Tod ein für allemal die Sünden der Menschen gesühnt und hat damit auch euch den Zugang zu Gott eröffnet. Ja, er wurde getötet, aber das betraf nur sein irdisches Leben, denn er wurde wieder lebendig gemacht zu einem Leben im Geist.”
Röm 3,26: „Wenn er Nachsicht übte, geschah das im Hinblick auf das Sühneopfer Jesu. Durch dieses hat er jetzt, in unserer Zeit, seine Gerechtigkeit unter Beweis gestellt; er hat gezeigt, dass er gerecht ist, wenn er den für gerecht erklärt, der sein ganzes Vertrauen auf Jesus setzt.”
Gott ist nachsichtig und sucht die Vereinigung, nicht die Verdammnis. Weil Gott gerecht ist mit allen, macht er die Vergebung möglich.
Der allmächtige Gott wird unsere guten Werke niemals vergessen!
Hebr 6,10: „Denn Gott ist nicht ungerecht; er vergisst nicht, was ihr alles getan habt. Ihr habt bewiesen, wie gross eure Liebe zu ihm ist, indem ihr den anderen Gläubigen tatkräftig zur Seite gestanden habt, wie ihr es ja auch weiterhin tut.”
Menschen sind auf Ruhm und Ehre fokussiert; oft übersehen sie das Kleine und Unbedeutende. Aber Gott nicht! Unserem Schöpfer entgeht nichts, was wir tun. Der Herr belohnt alle, die Gutes tun.
Der Herr vergisst nicht, sondern erinnert sich an alles. Gott kümmert sich um uns, weil er gerecht ist. Der Herr bewahrt die Gläubigen vor allem Bösen.
Gott ist treu
Sprüche 17,17: „Ein Freund handelt immer liebevoll, bist du in Schwierigkeiten, steht er dir bei wie ein Bruder.”